Nach dem Aufstieg 2018 kehrt nun das Drüü nach sechs Saisons wieder in die 5. Liga zurück. Durch gute Leistungen der Gelbschwarzen blieb die Entscheidung bis zum letzten Spieltag offen. Trotz Spielverschiebung durch den Verband warf das Abschlussfest am vergangenen Samstag hohe Wellen. Auch bei einem Sieg im entscheidenden Spiel am Montag auf dem Kunstrasen in Weggis gegen den FC Luzern wäre das «Drüü» unter dem Strich verblieben.
Feststimmung am Samstagabend
Für das letzte Meisterschaftsspiel am 1. Juni gegen den FC Luzern organisierte das Drüü ein Abschlussfest. Trotz der Spielverschiebung durch den Verband liessen sich die zahlreichen Festbesucher auf dem Weiherhaus die Party nicht vermiesen. Allein die 185 verkauften Matchbälle zeugen von der grossen Fangemeinde und der Beliebtheit der «Sektion Baubu». Apéro geladener Gäste, Gewinnchancen auf tolle Preise, Barbetrieb und die Übertragung des Champions-League-Finals auf Grossleinwand sorgten für ausgelassene Stimmung. Der langjährige Spieler Chris Gehrig freut sich über das grosse Echo: «Wir wurden überrascht vom Interesse vieler Freunde und Bekannten und erhielten von allen Seiten regen Zuspruch.«
Aussenläufer Maik Bucher bei einem kräftigen Luftduell. - Foto: Daniel Gerber (FC Eschenbach)
Tolle Moral gegen Olympic und den SCOG
Seit dem letzten Zwischenbericht auf der Website mit dem Punktegewinn gegen den SC Buochs schaufelten die Gelbschwarzen weitere vier Zähler auf das Konto. Zweimal gerieten die Eschenbacher im Gastspiel bei Olympic Luzern in Rückstand. Die frühe Führung der Gastgeber beantwortete Silvan Honauer bereits in der 10. Minute mit dem wichtigen Ausgleichstreffer. Nach einem erneuten Verlusttreffer unmittelbar nach dem Seitenwechsel gelang dem unverwüstlichen Beat Saner bis zur 80. Minute die Wende. Ebenfalls in der Schlussphase vermochten die Eschenbacher gegen Tabellenführer SCOG II die drohende Niederlage abzuwenden. 0:2 im Rückstand liegend, verkürzte Spielertrainer Thomas Käch in der 75. Minute mit dem Anschlusstreffer. In der Nachspielzeit sicherte Marc Häller seinem Team mit dem Ausgleich den überraschenden und wertvollen Punktgewinn. In Alpnach glichen Sandro Honauer und Chris Gehrig (Penalty) den Rückstand aus. Auf den erneuten Verlusttreffer hatten die Eschenbacher keine Antwort mehr bereit.
Spannung pur in der letzten Spielrunde
Auch die Konkurrenz wartete zum Teil mit überraschenden Resultaten auf. Dennoch erarbeitete sich das «Drüü» mit zum Teil starken Leistungen eine gute Ausgangslage für das entscheidende letzte Spiel gegen den FC Luzern. Somit blieb die Spannung aufrecht. Um den Gang in die 5. Liga zu vermeiden, brauchte es im Schlussspiel einen Sieg. Gleichzeitig durfte der SC Buochs gegen den für die Aufstiegsspiele bereits qualifizierte SCOG nicht gewinnen oder Hochdorf müsste Olympic Luzern unterliegen.
Eschenbachs Dario Honauer kämpft gegen Luzern um den Ball. - Foto: Daniel Gerber (FC Eschenbach)
Selbst ein Sieg hätte nicht gereicht
Noch am Samstag schluckte der Weiherhaus-Rasen die Regengüsse und präsentierte sich spielbereit. Aus verschiedenen Gründen verschob der Verband die wegweisenden Partien auf Montag. Es goss weiter wie aus Kübeln, was eine Austragung der Partie in Eschenbach mittlerweile verunmöglichte. Die Begegnung gegen den FC Luzern fand nun auf dem Kunstrasenfeld in Weggis statt. Diese verlor das «Drüü» mit 6:1, aber auch ein Sieg hätte am Verdikt nichts geändert, weil sowohl Hochdorf wie auch Buochs ihre Spiele gewannen. So trug sich Kevin Streuli als vorläufig letzter Viertligatorschütze in die Skorerliste ein. Innenverteidiger Chris Gehrig äussert sich zur Stimmungslage wie folgt: »Natürlich sind wir alle sehr enttäuscht, welches Team steigt schon gerne ab? Wir haben den Ligaerhalt früher vergeben. Gegen die unmittelbar vor uns klassierten Teams Luzern und Buochs gaben wir 10 von 12 möglichen Punkten ab. Wie ich unsere Mannschaft einschätze, stecken wir diesen sportlichen Rückschlag schnell weg und greifen in der 5. Liga wieder voll an, zumal unser Teamgefüge wenig Veränderungen aufweisen wird.»
Erfreuliche Zukunftsaussichten
Was soll’s! Nach dem Aufstieg 2018 kehrt nun das «Drüü» in die 5. Liga zurück. Die beiden langjährigen Betreuungspersonen Thomas Käch (Spielertrainer seit 20 Jahren) und Beat Saner (Coach) bleiben dem Team glücklicherweise erhalten und die Mannschaft bricht beinahe geschlossen zu früheren Ufern auf. Den Rücktritten von Sandro Honauer und Pascal Gärtner stehen die Zuzüge der Eigengewächse Nevio Zemp (Kader 1. Mannschaft) und Lonny Stillhart (Team Seetal A) gegenüber. Mit dem sprichwörtlichen Teamgeist wird das «Drüü» neue Ziele anvisieren und meistern. Es muss ja nicht gleich wieder der Ligacupsieg wie 2012 oder der Aufstieg wie 2018 sein. Oder doch?
Aussenverteidiger Kai Marti in einem spannenden Zweikampf. - Foto: Daniel Gerber (FC Eschenbach)